Brutinseln Leyhörn in Stand gesetzt

Vegetation wurde in kurzrasigen Zustand versetzt

Die Brutinseln im Speicherbecken des NSG Leyhörn haben eine wichtige Funktion als Brutgebiet für Küstenvögel. Säbelschnäbler, Sandregenpfeifer, Flussseeschwalben, Küstenseeschwalben und Rotschenkel fühlen sich hier sicherer vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Lässt man allerdings eine eigendynamische Entwicklung ohne Pflegeeinsatz zu, kommen hochwüchsige Stauden und Gehölze auf. Die Küstenvogelarten geben die Inseln dann als Brutplatz rasch auf. Da es im Leyhörn an der für die Küste sonst so typischen Dynamik durch Wind und Wasser fehlt und die für eine natürliche Unterdrückung von Gehölzen notwendigen Salzkonzentrationen nicht erreicht werden, muss zur Förderung der bedrohten Vogelarten eine Pflege erfolgen.

In Zusammenarbeit zwischen dem NLWKN-Betriebshof Leybucht, dem Landkreis Aurich und der Ökologischen NABU-Station Ostfriesland konnten diese Arbeiten nun Ende Februar noch rechtzeitig vor Beginn der Brutsaison durchgeführt werden. Der Landkreis Aurich stellte die Finanzierung sicher, der NLWKN-Betriebshof führt mit seinen Maschinen die praktischen Arbeiten durch und die Ökologische NABU-Station begleitet die Maßnahmen durch organisatorische Unterstützung, Dokumentation und Monitoring.

 

Ab Ende März wird jetzt mit dem Erscheinen der typischen Brutvogelarten gerechnet. Die Bestände werden gezählt, das Auftreten von Beutegreifern über den Einsatz von Wildkameras dokumentiert, biometrische Daten bei einer Stichprobe von Gelegen genommen und der Bruterfolg erfasst. Ähnliche Untersuchungen im Frühjahr 2016 führten dazu, dass in diesem Jahr erstmals auch Vorkehrungen gegen die Zuwanderung des Fuchses getroffen werden, der in dem Jahr für schwerwiegende Gelegeverluste sorgte.