Wiesenvogelschutz

Die Wende für Ostfriesland schaffen

Der Schutz der Wiesenvögel erfordert verschiedene Aktivitäten

Einrichtung erhöhter Wasserstände in Wiesenbrütergebieten

Auf Flächen im Eigentum des NABU, des Landkreis Aurich, der Irma-Waalkes Stiftung und auf Kompensationsflächen der Gemeinden werden regulierbare Anstaumaßnahmen im Wiesen- und Weidegrünland vorgenommen.


Gelege- und Kükenschutz

Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Aurich koordiniert die Ökologische NABU-Station Ostfriesland das Gelege- und Kükenschutz am Großen Meer. Landwirte, die die von Ornithologen oder von ihnen selbst aufgespürten Gelege erfolgreich vor Schäden durch die Bewirtschaftung schützen, bekommen eine Prämie. Auch für eine Mahdverzögerung auf Flächen mit Küken können Zahlungen gewährt werden. mehr ...


Offene Landschaft wiederherstellen und erhalten

Wiesenvögel benötigen eine offene, an Gehölzen und anderen hochwüchsigen Vegetationsstrukturen arme Landschaft, um erfolgreich brüten zu können. Viele Wiesenbereiche sind aber verbuscht oder mit gut gemeinten Anpflanzungen versehen worden. In Kooperation mit Landwirten, Jägern und dem Landkreis Aurich werden die erforderlichen Maßnahmen organisiert und die benötigten finanziellen Mittel beantragt.


Kurzrasige Naturschutzwiesen fördern

Der Erfolg von Naturschutzflächen für den Wiesenvogelschutz leidet stellenweise darunter, dass die Wiesen für eine späte Mahd zum Ende der Vegetationsperiode zu nass sind oder der Aufwuchs für eine wirtschaftliche Beerntung nicht ausreicht. Daher werden mit den Bewirtschaftern Lösungen erarbeitet, die gewährleisten, dass sie wieder kurzrasig werden. Hierzu beschafft die Ökologische NABU-Station u.a. an nasse Standorte angepasste Erntetechnik. Mehr ....


Prädationsmanagement

Ohne eine Reduzierung der Gelege- und Kükenverluste durch Beutegreifer ist Wiesenvogelschutz unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen zum Scheitern verurteilt. Bejagung von Fuchs & Co kann daher ein dem Artenschutz dienendes Mittel sein. Wir suchen aber auch nach Alternativen. Hierzu können die Beseitigung von Verstecken von Fuchs und Marder (z.B. Heuballenlager, verwilderte Flächen und Erdhaufen) und die Aufstellung von Prädations-Schutzzäunen gehören.